Therapie für ihr pferd

Im Rahmen eines physiotherapeutisch-osteopathischen Diagnose- und Therapieprozesses betrachte ich das Pferd als Ganzes. Weist das Tier ein lokales Problem auf, wird dementsprechend nicht nur der Ort der symptomatischen Läsion untersucht, sondern der Körper einem Komplett-Check unterzogen. So können unter Berücksichtigung von Ursache-Folge-Ketten Primärläsionen, d.h. die ursprüngliche Problematik erkannt und therapiert werden. Neben ausführlicher Palpation, Inspektion im Stand, in der Bewegung und ggf. unter dem Reiter werden ebenfalls Informationen über Haltung, Training, Equipment, u.a. in die Befunderhebung einbezogen.

 

Sobald alle Läsionen erkannt wurden, nutze ich sanfte Techniken aus den Bereichen der myofaszialen, manuellen und craniosacralen Therapie, um den Pferdekörper bei seiner Selbstheilung zu unterstützen. Ergänzend wird ein Therapie- und Trainingsplan erarbeitet, um Dysbalancen zu beseitigen und schwache oder überbeanspruchte Körperregionen zu stärken und zu entlasten, denn ohne adäquates Training können die Therapieerfolge wieder rückläufig sein.

 

Mir liegt am Herzen, dass ihr als Pferdebesitzer meine Arbeitsschritte verstehen und nachvollziehen könnt. Scheut euch nicht nachzufragen, ich erläutere gern die funktionellen anatomischen Zusammenhänge und Therapieformen. Zusätzlich zum Trainingsplan erhaltet ihr eine Zusammenfassung des Befunds per E-Mail. Gerne arbeite ich auch mit eurem Trainer, Tierarzt und Hufbearbeiter zusammen, denn interprofessionelle Zusammenarbeit kann für das Pferd nur positiv sein.

 

Anwendungsgebiete

  •  Rittigkeitsprobleme (Buckeln, Verwerfen im Genick, asymmetrische Biegung, Taktfehler, nicht schwingender oder weggedrückter Rücken, Dehnungsschwierigkeiten, usw.)
  • Probleme des Bewegungsapparates (Lahmheit, Blockaden, Asymmetrien, Auffälligkeiten im Bewegungsablauf, Kieferprobleme, usw.)
  • Verhaltensauffälligkeiten (Kopf- und Schweifschlagen, Beißen, aggressives Verhalten, depressives Verhalten, schiefe Schweifhaltung oder eingeklemmter Schweif, Sattel- und Gurtzwang, Leistungseinbußen, andere Widersetzlichkeiten)
  • Narben
  • Ödeme
  • Chronische Erkrankungen (COPD, Hufrehe, usw.)
  • Post-operativ
  • Rein präventiv

 


Therapiemöglichkeiten

Um einen beeinträchtigten Organismus wieder zu einer gesteigerten Funktionalität zu verhelfen, biete ich folgende Therapieoptionen an:

  • Osteopathie:  Durch die Anwendung von therapeutischen Techniken der manuellen, myofaszialen und craniosacralen Therapie wird der Tonus des Gewebes reguliert und normalisiert. Das Muskel- und Fasziengewebe gewinnt wieder an Elastizität und Mobilität, Gelenke erlangen ihre natürliche Schwingungsweite zurück.
  • Physikalische Therapie:   Die Anwendung von Wasser in unterschiedlichen Temperaturbereichen unterstützt die Stoffwechselprozesse des Körpers.
  • Kinesio-Taping:  Als Unterstützung zur bisherigen Therapie lässt sich anhand eines elastischen Tapes die Muskelaktivität anregen, Gelenke stabilisieren, regulierend auf den Tonus des Gewebes einwirken und die Mikrozirkulation im Gewebe steigern.
  • Trainingstherapie:   Muskel- und Fasziengewebe ist trainierbar! Beim Menschen erneuert sich das gesamte Fasziensystem innerhalb eines Jahres durch ständige Auf- und Umbauprozesse. Durch individuell angepasste Übungen am Boden oder unter dem Reiter können Sie als Pferdebesitzer eigenständig auf die Funktionalität des myofaszialen Systems ihres Vierbeiners einwirken.
  • Dry Needling: Mit Hilfe von sterilen Akupunkturnadeln werden Triggerpunkte und Hartspannstränge in der Muskulatur gelöst. Der Muskelstoffwechsel reguliert sich und die Funktionalität wird normalisiert.